16.04.-24.06.2016 "Eradication of Suffering", Schlosskirche, Bonn

Aljoscha, bioism, biofuturism

Aljoscha, bioism, biofuturism

Der Himmel hat viele Perspektiven. Als Inbegriff des Grenzenlosen lässt er die unterschiedlichsten Betrachtungsweisen zu, seien sie profan, religiös, naturwissenschaftlich, philosophisch, ökonomisch, politisch oder wie auch immer motiviert.
Eine Projektionsfläche unserer Sehnsucht nach einem Leben auch jenseits irdischer Begrenzungen, wird der Himmel oft mit Wörtern beschrieben wie unbegrenzt, schwerelos, immateriell, unendlich, ewig. Zu diesen nehmen wir Zuflucht, wenn es darum geht, etwas so Unbegreifliches wie Geist, Spiritualität, Transzendenz zu umschreiben. In eben dieser Unfassbarkeit kann das Grenzenlose aber auch unheimlich und Furcht einflößend sein, ein abschreckendes Chaos.
Das gilt noch weit mehr für die umgekehrte Blickrichtung – von oben nach unten auf das irdische Leben. Die Ordnungen unserer Welt basieren auf Grenzsetzungen jedweder Art, mit tiefgreifenden Auswirkungen für den Einzelnen ebenso wie für die gesellschaftlichen und politischen Strukturen eines Landes. Grenzen zu hinterfragen, zu überschreiten, neu zu definieren, ist eine der elementaren Antriebskräfte der Zivilisation.

Die von Susannah Cremer-Bermbach kuratierte Ausstellung vereint Werke von zehn Künstler/innen, in denen zahlreiche Aspekte von Grenzen/losigkeit in unterschiedlichen Medien visualisiert und hörbar gemacht werden